Die Humanistische Kursive – eine altehrwürdige und doch so zeitgemäße Schrift.
Der Begriff „Humanistische Kursive“ bezeichnet eine Weiterentwicklung der „Humanistischen Antiqua“, die wiederum von der im 8. Jhdt. entstandenen Karolingischen MInuskel abgeleitet wurde. Bereits 1416 taucht der Begriff „Lettera antica corsiva“ auf, wurde jedoch erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts populär, nicht zuletzt durch die Verwendung in der päpstlichen Kanzlei (vgl. auch den Begriff Cancellaresca = Kanzleischrift) und vor allem durch die Anwendung in den Schriftzentren von Florenz, Venedig, Ferrrara, Bologna und Mailand.
Bis heute hat diese Schrift nichts von ihrer Eleganz und Anziehungskraft eingebüßt, im Gegenteil. Viele unserer Schriften – ob als Bleiletter früherer Jahrzehnte oder für den Computer digitalisiert – basieren auf der Humanistischen Antiqua bzw. Kursive.
In diesem Kurs schreiben und lernen Sie die einzelnen Klein- und Großbuchstaben auf vorlinierten Übungsblättern, üben die Schrift um eine gewisse Schreibsicherheit zu erlangen. Nebenbei hören Sie auch etwas über typografische Grundregeln und lernen einige Layouttechniken kennen. Sie sind dann in der Lage, ein Schriftblatt zu gestalten.
Bringen Sie bitte mit: evtl. schon vorhandenes, übliches Kalligrafie-Material, auf jeden Fall aber schwarze oder blaue Tinte Pelikan 4001 zum Üben, Bleistift 2B, evtl. Winkel, Lineal 30 cm, Skizzenblock z. B. Hahnenmühle oder Canson im Format A 3, Haushaltsrolle, Wasserglas, Pinsel. Farbtuben oder Aquarellkasten, Breitfedern (Brause) in 2 mm, 1,5 mm und 1 mm mit Federhalter. Federn usw. können Sie auch im Kurs erwerben. Für Manuskript mit vorlinierten Übungsblättern bitte 18,00 € mitbringen, wird während des Kurses eingesammelt.
Kursleiter: Gosbert Stark, Dipl-Grafik-Designer und Kalligraph, Mitglied in der Schreibwerkstatt Klingspor und bei Ars Scribendi. Weitere Infos auch unter www.studio-stark.de